
Gerlingen
In rund 20 Jahren hat sich die Stadt Gerlingen ein neues Gesicht gegeben. In enger Zusammenarbeit zwischen Gemeinderat, Stadtverwaltung, KE und Eigentümern wurde der Stadtkern mit neuen Wohnungen, Einkaufsangeboten, mit Plätzen der Begegnung und einem Nahverkehrskonzept wirksam aufgewertet. Die Ziele der Sanierung hat die Stadt in ihrem beim Landeswettbewerb „Zukunftsfähige Stadterneuerung“ im März 2005 ausgezeichneten Beitrag „Nah-Versorgung, Nah-Mobilität, Nah-Erholung“ prägnant benannt.
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Von 1984 bis 2002 betreute und unterstützte die KE Eigentümer, Mieter und Pächter im Sanierungsgebiet. Gerlingen war mit erheblichen Veränderungen in den Bereichen Einzelhandel und Dienstleistungen sowie der Tendenz einer sozialen Entmischung im Stadtkern konfrontiert. Die Aufwertung der Innenstadt als Wohnstandort war daher genauso Ziel der Stadterneuerung wie der Erhalt und der Ausbau der Einzelhandels- und Dienstleistungsstandorte. Vorrang hatten die Aufwertung vorhandener Wohnungen sowie der Neubau familiengerechter Wohnungen, der Erhalt und die Verbesserung von Angeboten für Jugendliche und die Schaffung von altersgerechtem Wohnraum in der Stadtmitte.
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Anspruchsvolle Lösungen für historische UmgebungDie Erhaltung des gewachsenen Stadtgefüges war ebenso Aufgabe wie das adäquate Einfügen von Neubauten in die umgebende Baustruktur. Die Neuordnung von Nutzungen und der Neubau zeitgemäßer Ladengeschäfte und Büros im Stadtkern erhöhten die Attraktivität des Ortszentrums. Flankierend wurden Defizite im Geschäftebesatz und Warenangebot abgebaut. Eine Vielzahl an gastronomischen Betrieben, kulturellen Einrichtungen und lebendigen Straßen und Platzräumen mit Wasser, Kunst und Grün laden heute zum Verweilen ein. Die Verbesserung von Service und Kundenfreundlichkeit gelang, weil sich alle Beteiligten in hohem Maße mit der neuen Umgebung identifizieren. Die kulturelle Belebung und städtebauliche Verbesserung des Stadtkerns erforderten zudem ein konsequentes Konzept für den ruhenden Verkehr. Die öffentliche Tiefgarage sowie Park-and-Ride-Parkplätze bei der neu gebauten Stadtbahnhaltestelle lösen im Verbund mit Parkspuren für Kurzzeitparker und Quartiersgaragen für private Nutzer Parkierungsprobleme. Die Optimierung der Fußgängerverbindungen und Gehwege sind ein weiterer Baustein des Verkehrskonzeptes.
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Konkurrenzfähig durch StadterneuerungDurch diese konsequente Stärkung der Innenstadt konnte sich Gerlingen in der Konkurrenz mit weiteren Standorten im unmittelbaren Umfeld der Landeshauptstadt erfolgreich behaupten. Mit Hilfe von Fördermitteln aus dem Landessanierungsprogramm gelang ein wirksamer Wandel: Urbanität und ein „Kaufhaus Innenstadt“ mit seinem vielfältigen Warenangebot sind der Beleg dafür. Das Erfolgsrezept für die gelungene Sanierung der Gerlinger Innenstadt ist die intensive Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten und ein ständiger, offener Dialog mit Grundstückseigentümern und Gewerbetreibenden.
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